Sie jagen Robben und
verlieren drei Mann im Kampf gegen ausgehungerte Eisbären, zwei durch
Herzversagen und einen durch Wahnsinn. Ihr Meteorologe sagt, die große Kälte
stehe erst noch bevor.
Sie stimmen ab, und
die Mehrheit ist dafür, das Lager auf eine große Eisscholle zu verlegen und dem
Glück zu vertrauen.
Die Strömungsverhältnisse in diesen Breiten sind ihnen unbekannt. Sie teilen die
Vorräte auf und wünschen einander Glück. Der Abschied ist schmerzlich. Doch
(und/weil/obwohl) jeder
hofft, die
richtige Seite gewählt zu
haben. Sie bleibt, denn das Wrack der
CARAVELLE
aufzugeben, das
den Sender birgt, ist ihr unmöglich. Von ihrer Hoffnung wenigstens einem
Freund Mitteilung zu geben,
ist ihr verboten. Sie weiß nicht, daß ihre Gefährten die GEGEND
schon vor Jahren verlassen haben.
ER weiß es. Ihre Lage ist hoffnungslos. Zum Glück hat sie genügend Papier und
Tinte.
Er und die wenigen, die mit ihm die Katastrophe überlebten, sehen mit Schaudern
den Sturmnächten entgegen.
In den Klippen wissen sie die
CARAVELLE, aus
deren aufgeschnittenem Rumpf die Früchte der Erkenntnis von
Jahrtausenden quellen und in der salzigen See sich zersetzen.
Sie (der Neger,
gestrandet unter dem Triefauge der Mitternachtssonne, an der steinigen Küste
einer namenlosen Tundrainsel – jene, die Jahrhunderte später seine blanken
Knochen finden, nennen sie,
weil sie von
Osten kommen, Insel der untergehenden Sonne) schreibt der Geliebten einen Brief.
Es
entsteht einer
der schönsten Romane nördlich des Polarkreises.
Von hier aus, da die Zeiger meiner Instrumente eine ungeheure Woge in
verzweifeltem Schmerz aufschreiender, in ihrem Blut ertrunkener, den
verführerischen Hirten anklagender Seelen nachwiesen, schrieb ich, wie es mir
aufgetragen worden war, meinen ersten Brief an SIE.
DU SIE!
Ich habe bin soll
werde darf
Dich von nun an
Briefe sind etwas Seltsames, da werden Wörter in bestimmter Weise angeordnet wie
in anderen Texten, und doch erzielen die Wörter