QuasiMetafisico

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García Lorca

 

 

Buenos Aires

 

 

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            Die Obduktion der Caravelle

                 Reise durch zwanzig Schriftbilder  2007

                  Band III der Reihe   QuasiMetafisico

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sie jagen Robben und verlieren drei Mann im Kampf gegen ausgehungerte Eisbären, zwei durch Herzversagen und einen durch Wahnsinn. Ihr Meteorologe sagt, die große Kälte stehe erst noch bevor.

Sie stimmen ab, und die Mehrheit ist dafür, das Lager auf eine große Eisscholle zu verlegen und dem

Glück zu vertrauen. Die Strömungsverhältnisse in diesen Breiten sind ihnen unbekannt. Sie teilen die Vorräte auf und wünschen einander Glück. Der Abschied ist schmerzlich. Doch (und/weil/obwohl) jeder

hofft, die richtige Seite gewählt zu haben. Sie bleibt, denn das Wrack der CARAVELLE aufzugeben, das

den Sender birgt, ist ihr unmöglich. Von ihrer Hoffnung wenigstens einem Freund Mitteilung zu geben,

ist ihr verboten. Sie weiß nicht, daß ihre Gefährten die GEGEND schon vor Jahren verlassen haben.

ER weiß es. Ihre Lage ist hoffnungslos. Zum Glück hat sie genügend Papier und Tinte.

 

Er und die wenigen, die mit ihm die Katastrophe überlebten, sehen mit Schaudern den Sturmnächten entgegen.

In den Klippen wissen sie die CARAVELLE, aus deren aufgeschnittenem Rumpf die Früchte der Erkenntnis von

Jahrtausenden quellen und in der salzigen See sich zersetzen.

 

Sie (der Neger, gestrandet unter dem Triefauge der Mitternachtssonne, an der steinigen Küste einer namenlosen Tundrainsel – jene, die Jahrhunderte später seine blanken Knochen finden, nennen sie,

weil sie von Osten kommen, Insel der untergehenden Sonne) schreibt der Geliebten einen Brief. Es

entsteht einer der schönsten Romane nördlich des Polarkreises.

 

Von hier aus, da die Zeiger meiner Instrumente eine ungeheure Woge in verzweifeltem Schmerz aufschreiender, in ihrem Blut ertrunkener, den verführerischen Hirten anklagender Seelen nachwiesen, schrieb ich, wie es mir aufgetragen worden war, meinen ersten Brief an SIE.

 

 DU SIE!

Ich habe bin soll werde darf Dich von nun an

 

Briefe sind etwas Seltsames, da werden Wörter in bestimmter Weise angeordnet wie in anderen Texten, und doch erzielen die Wörter

                   

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